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Mein Name ist Jean Paul und ich stelle Dir Fragen über mich!

Jean Paul wurde am 21.März 1763 in Wunsiedel geboren. Er hieß Johann Paul Friedrich Richter. Sein Vater war Lehrer und Pfarrer. Damals waren die Lehrer sehr arm. Seine Jugend war entbehrungsreich.
Zuerst unterrichtete ihn sein Vater. Mit 15 Jahren kam er nach Hof auf die Lateinschule. Heute würde man dazu Gymnasium sagen.
Jean Paul war ein schwächliches Kind, das häufig krank war. Aber in der Schule war er ein sehr guter Schüler. Er lernte Latein, Griechisch, Französisch und Englisch. Er las sehr viel und hat schon früh mit dem Schreiben von Geschichten begonnen.
1779 ist der Vater schon früh gestorben. Die Mutter lebte in großer Not. Jean Paul hatte noch 5 minderjährige Geschwister.
1780 machte er Abitur und studierte ab 1781 in Leipzig Theologie. 1782 wurde sein erstes Buch gedruckt. Er war damals 19 Jahre alt. Doch davon konnte er nicht leben. 1784 gab er das Studium auf wegen Geldmangel. Er musste sogar über Nacht aus Leipzig wegen Schulden fliehen.
In den folgenden Jahren war er Hauslehrer in der Nähe von Hof und Volksschullehrer ab 1790 in Schwarzenbach.
Doch Jean Paul war berufen zum Schriftsteller. Als Schriftsteller nannte er sich Jean Paul. Er schrieb sehr viel, aber mit wenig Erfolg. Er war aber der erste deutsche Schriftsteller, der ausschließlich von seinem Schreiben lebte.
Ab 1795 machte er mehrere Reisen nach Weimar und Berlin, wo die größten deutschen Schriftsteller lebten, wie Goethe, Schiller und Herder.
1801 heiratete er, zog nach Meiningen in Thüringen und bekam bis 1804 drei Kinder.
1804 zog er um nach Bayreuth, wo er bis zu seinem Tode lebte. Er schrieb sehr viel, hatte aber nicht die Anerkennung der großen Schriftsteller. Er war gegen den Krieg, gegen die Fürsten und Prinzen. Seine Geschichten handelten von einfachen Leuten. Er schrieb mit viel Humor und großer Phantasie. Ein Buch handelte auch über Erziehung ("Levana oder Erziehungslehre").
Schon bald wurde er immer sonderbarer. Er beschäftige sich mit Wetterkunde, Medizin oder Magnetismus. Er verfiel körperlich, wurde 1824 blind und starb am 14. November 1825 mit 62 Jahren.

Dr. Werner Laschkowski

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